


Man redet nicht gern darüber. Und doch, jeder von uns kennt dieses Gefühl.
Wie es heimlich in einem hoch kriecht und anfängt zu nagen. Man wird gehässig und ungerecht, sucht Gleichgesinnte, die mit draufhauen.
Ich habe mich lange mit dem hässlichen Gefühl des Neids auseinandergesetzt, um diese von mir hier beschriebene Sichtweise überhaupt niederschreiben zu können.
Ich bin oft beneidet worden und habe darunter gelitten, habe aber auch oft andere beneidet und auch darunter habe ich gelitten.
Wenn wir mal tiefer blicken, können wir feststellen, wo die Wurzel des Neids ist.
Wenn wir selbstbewusst sind, brauchen wir nicht neidisch auf Selbstbewusste werden.
Wenn wir Selbstvertrauen besitzen, brauchen wir nicht neidisch auf Menschen zu sein, die sich wert schätzen können.
Wenn wir mit unserem Leben zufrieden sind, brauchen wir nicht andere beneiden, deren Leben ok ist.
Wo ist hier der rote Faden?
Je mehr Defizite wir haben, desto größer ist die Angriffsfläche, desto nährstoffreicher ist der Boden, auf dem der Neid gedeihen kann.
Würden wir dafür sorgen, dass unsere Bedürfnisse gestillt werden, statt zu bejammern, was wir nicht haben, brauchen wir andere nicht zu beneiden um das, was sie haben oder können.
Wären wir selbstbewusst und hätten Vertrauen zu unserem Sein und zu unseren Fähigkeiten, besteht kein Anlass, aus Mangel andere beneiden zu müssen.
Wie oft beneiden wir andere um ihre Fähigkeiten, ohne selbst mal ausprobiert zu haben, was wir selbst alles können?
Wir wissen erst dann, was wir können, wenn wir es ausprobiert haben und ich habe die Erfahrung gemacht, dass das, worum man andere beneidet oft Dinge sind, die man selbst könnte, aber aus Mangel an Selbstvertrauen nicht ausprobiert weil wir uns einreden, es nicht zu können.
Das ist nicht gut, damit fesseln wir uns selbst und machen andere dafür verantwortlich, im übertragenen Sinne.
Und selbst dann, wenn wir etwas nicht beherrschen, was wir beim Gegenüber bewundern oder beneiden, warum freuen wir uns nicht für ihn?
Wenn wir etwas gut können und werden gelobt, spornt es uns an, freut uns doch auch, oder nicht?
Neid ist oft auch ein Bekämpfen dessen, was andere haben.
Das kann soweit gehen, dass der Neider erst dann befriedigt ist, wenn er beim Beneideten was zerstört hat.
Obwohl, wir beneiden niemanden um etwas, was wir nicht irgendwo heimlich bewundern, oder?
Beneidete sind also auf die eine oder andere Art in unseren Augen einfach gut.
Dennoch sollte der „einfach Gute“ sorgsam mit seinem „Gut“ umgehen.
Er soll stolz auf sich sein, aber nicht überheblich werden, sonst macht er gleichzeitig klar, das er eigentlich nicht viel von sich selbst hält und mit seinem Können auftrumpft.
Zurück zum Guten……
Warum Gutes bekämpfen oder zerstören?
Würden wir im Garten eine Rose, die besonders schön blüht und auffällt zerstören, damit es nicht auffällt, das dort auch augenscheinlich unscheinbarere Pflanzen gedeihen?
Dadurch bekommen wir auch nicht, was uns fehlt, oder?
Oder macht es uns glücklicher, wenn unser Gegenüber ebenfalls Mangel hat oder unglücklich ist?
Dabei hat jeder seine eigenen spezifischen Fähigkeiten.
Jeder für sich ist was Besonderes, ist ein Einzelexemplar.
Warum können wir uns nicht ergänzen?
Warum können wir uns nicht gegenseitig unterstützen?
Warum müssen wir uns minderwertiger fühlen, nur weil ein anderer etwas gut kann oder etwas hat, was wir uns auch wünschen?
Warum nutzen wir aufkeimenden Neid nicht einfach?
Neid ist nicht unsinnig oder schlecht, nur was man daraus macht ist entscheidend.
Benutzen wir den Neid negativ, bekämpfen wir den Beneideten.
Setzen wir den Neid positiv ein, spornt es uns an, an unserem Leben was zu verändern, spornt es uns an, selbst Sorge dafür zu tragen, dessen, was wir begehren oder was uns zum Glück fehlt.
Das alte Sprichwort „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ ist nicht von ungefähr, es ist wahr, es ist ein Wissen, alter Weisen.
Vielleicht sollten wir uns bemühen herauszufinden, ob wir persönlich zufrieden sind oder was uns fehlt, um es uns dann aus eigener Kraft anzueignen.
Vielleicht sollten wir uns bemühen, in Eigenverantwortlichkeit das wertvolle Kunsthandwerk des Glücksschmiedes wieder zu erlernen?
Gedanken wie, ich kann das nicht, ich schaff das nicht, ich bekomme das nie, sind Gift und Fesseln, die wir uns selbst anlegen!
Auch wenn uns irgendjemand mal eingeredet hat, dass wir unfähig sind, glaub es nicht, es ist eine Lüge!
Niemand ist unfähig!
Werfen wir die Fesseln fort und erlernen wieder das Handwerk……………...
Wir können grundsätzlich alles, was wir uns vorstellen können!
Ich wünsche Dir viel Glück und Selbstvertrauen *lächel*
Trau Dich, zeig Dich………………….
Hinterlassen wir Spuren und nicht nur Staub……….
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