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Ich möchte gleich mit der Tür ins Haus fallen und mit dem Problem, was Beziehungen abstoßend macht, anfangen.

Da ich denke, dass niemand auf die Idee kommt, sich über Beziehungen informieren zu wollen, wenn alles in Ordnung ist, oder zu sein scheint.

Die meisten Beziehungen scheitern oder bröckeln, weil wir enttäuscht sind auf die eine oder andere Art.

 

Nehmen wir uns das Wort „Enttäuschung“ mal genauer unter die Lupe.

Die Täuschung wird enttarnt. Nicht unser Gegenüber hat das Grundmotiv gesetzt, dass wir enttäuscht sind.

Das Gegenteil ist der Fall. Wir haben in unserem Gegenüber etwas hineininterpretiert oder erhofft, was dieser gar nicht erfüllen kann. Irgendwann kommt der Tag, da fliegt unsere Täuschung auf……………wir sind enttäuscht.

 

Aus irgendwelchen Wunschgedanken heraus erwarten wir gewisses Verhalten von unserem Gegenüber, die dieser vielleicht gar nicht erfüllen kann.

Um das Paradoxe einer solchen Situation besser zu veranschaulichen, greife ich gern zu Beispielen.

 

Ich gehe jeden Morgen zu meinem Hund und möchte mir mein Frühstücksei abholen. Jeden Morgen bin ich enttäuscht, dass mir der Hund meinen Wunsch nicht erfüllt.

Es kommt der Tag, da entscheide ich mich gegen den Hund, weil die Enttäuschung immer größer wird.

 

Mache ich mir überhaupt Gedanken, ob der Hund das leisten kann, was ich mir erhoffe?

Nein, sonst wäre ich nicht enttäuscht.

Dieses Beispiel ist mehr wie offensichtlich, aber jeder versteht sofort, was ich damit bezwecken möchte.

Ich gehe da sogar noch weiter, auch auf die Gefahr hin, dass großer Protest kommt, weil man die Dinge anders sieht. Wenn wir enttäuscht sind, weil jemand unser Vertrauen missbraucht hat, liegt die Schuld nicht unbedingt bei unserem Gegenüber.

Sicherlich lässt der Charakter dieses Menschen, der Vertrauen missbraucht, zu wünschen übrig.

Aber das wollen wir hier gar nicht herausfinden oder beurteilen.

Wir wollen herausfinden, wo unser Beitrag liegt, weil wir nur bei uns was ändern können.

Werden wir also enttäuscht, weil wir uns verraten fühlen, liegt das daran, dass wir zu wenig aufmerksam waren, zu erkennen, mit wem wir es zu tun haben, zu wenig einfühlsam um zu erkennen, dass uns Lügen aufgetischt werden.

Leider sind wir immer zu sehr damit beschäftigt, was wir fühlen, was wir wollen, was wir erwarten.

Würden wir mit dem gleichen Eifer, wie wir uns sehen, auch das Gegenüber betrachten und respektieren, gäbe es diese Enttäuschung nicht.

Damit haben wir den Kern erreicht, was Beziehungen zum Scheitern bringt.

Wie wir behandelt werden wollen, müssen wir auch unserem Gegenüber schenken.

Was wir nicht ertragen können, glaub mir, kann auch unser Gegenüber nicht ertragen. Achte mal auf die Gestik, Mimik und versteckten Hinweise, sie sprechen deutlicher als jedes Wort.

Behandeln wir die Menschen, mit denen wir es zu tun haben immer so, wie wir selbst angenommen werden möchten!

Es gibt natürlich auch Beziehungen, wo einer alles einzustecken scheint und das Gegenstück nur nimmt, missbraucht oder misshandelt.

Da liegt die Ursache des Schwächeren woanders.

Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, ich hätte kein Mitgefühl für das Opfer.

Ganz im Gegenteil. Wir können nur an uns selbst was verändern und dem Opfer muss klar werden, dass es sich selbst innerlich aus den unterschiedlichsten Gründen dazu verdonnert hat.

Meine persönlichen Erfahrungen in der prägensten Lehrzeit der Entwicklung als Kind waren, seelische Misshandlungen, Missbrauch des Vertrauens und Unterdrückung meines Selbst.

Viele Jahre habe ich gebraucht um zu erkennen, dass ich nicht mehr hilflos sein muss. Habe erkannt, dass ich mich durch die Erfahrungen in der Kindheit auch im Erwachsenenalter selbst innerlich an den Marterpfahl des Ertragen müssen gefesselt habe.

Freiwillig, aus den Erfahrungen der Vergangenheit.

Da hat der Schwächere zu wenig Selbstrespekt, zuwenig Selbstliebe, zu wenig Selbstvertrauen, sonst würde er niemals so mit sich umspringen lassen.

Da hat das Opfer mehr unangebrachtes Verständnis für sein Gegenüber, als für sich selbst.

Beim letztgenannten versteht sich von selbst, wo da die Wurzel ist und somit liegt die Lösung auf der Hand………

 

 

Steh auf geliebtes Wesen und behaupte Dich!

 

 

Beziehungen können nur funktionieren, wenn man sich selbst achtet und sein Gegenüber gleichermaßen.

Ich spreche von Beziehungen allgemein. Zwischen Mann und Frau, Mutter und Kind, Vater und Sohn, Frau und Nachbar, Bäcker und Opa……….

Ich spreche vom gesunden Sozialverhalten innerhalb des (verzeiht mir den Ausdruck jetzt), Rudels Menschen.

Denn der Mensch ist kein Einzelgänger, er ist ein Rudeltier, also

lernen wir gesundes „Miteinander“…………………..

Und wenn du magst, kannst du dich auch darüber austauschen

In meinem Lichtarbeiterforum

 

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